Canon EOS M6 als Reisekamera – meine Erfahrungen

Die kleine, spiegellose EOS M6 mit Kitzoom 15—45mm hat sich in diesem Sommer als kleine Reisekamera bewähren müssen. Und, ja, es hat Spaß gemacht! Verglichen mit der Kamera, die ich zuvor jahrelang unterwegs nutzte, der Canon G11, ist die Bildqualität um Welten besser. Der Chip deutlich größer und rauschärmer, die Auflösung rund doppelt so hoch, dabei ist sie insgesamt fast genauso handlich verpackt. Als Foto-Veteran tue ich mich noch immer schwer mit sucherlosen Kameras – wahrscheinlich werde ich daher die M6 noch um den elektronischen Aufstecksucher ergänzen. Meine wichtigsten Kritikpunkte sind die furchtbar vielen Flächen, an denen man unabsichtlich etwas verstellen kann. Seien es Tasten oder der Touchscreen: Mir fehlt ein kleiner Verriegelungshebel, der auf Wunsch alles sperrt und vor irrtümlicher Bedienung schützt. Wie oft hatte sich die Weißbalance verstellt, wie oft die ISO-Einstellung von Auto auf 25400. Und der Akku: Peinlich, wenn man einen Tag lang unterwegs ist und – ganz ohne „chimping“ – der Akku das nicht aushält. Ja, man kann einen Ersatzakku einstecken, aber es ist ja eine Reisekamera, man will doch Gewicht sparen …

Was mir viel Spaß macht, ist die Möglichkeit, meine alten und guten Canon FD-Optiken zu adaptieren. Das geht an der Canon DSLR nicht. Die alten Linsen kommen somit zu neuen Ehren. Und die Möglichkeit, meine Profi-DSLR-Objektive zu adaptieren, ist ebenfalls eine ausgezeichnete, zusätzliche Option.

Ganz neu ist dieser Tage die Canon G1x Mark III angekündigt worden. Die erste Kompaktkamera der G-Serie, die über einen APSC-Sensor verfügt statt der sonst üblichen Fitzelteile. Nach den Spezifikationen ist die G1x III eine EOS M6 mit festverbautem Objektiv und Sucher. Oder eine EOS M5 mit festem Objektiv. Ästhetisch finde ich sie nicht gelungen, da sind die Kompakten im klassischen Rangfinder-Look schöner. Technisch dürfte sie genauso adäquat sein, wie die beiden DSLMs. Preislich liegt sie leicht über den vorgenannten Modellen, bietet aber eines nicht: Die Möglichkeiten der Wechselobjektive.

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