Professionelle Fotografie – das muss mehr als ein Bauchgefühl sein

revolution_01Die Internetplattform Berufsfotografen.com befragte zum wiederholten Male Anfang dieses Jahres professionelle Fotografen nach ihrer beruflichen Situation. Nun sind die Ergebnisse veröffentlicht worden – und zeigen teilweise erschreckende Resultate.

Von den rund 26.500 aktiven Fotografen, die es in Deutschland gibt, sind rund ein Drittel Autodidakten. 38% der Befragten fanden eine handwerkliche Ausbildung nicht zeitgemäß, 40% waren sogar der Ansicht, eine Ausbildung sei generell nicht wichtig, um Fotograf zu werden. Ich finde diese Zahlen beschämend. Die duale Ausprägung der handwerklichen Ausbildung in Deutschland ist weltweit geachtet und bewährt. Ich bezweifle stark, dass kommerzielle Workshops und Internet-Tutorials eine solche Ausbildung ersetzen können. Nach meinem Eindruck herrscht hier eine satte Überheblichkeit vor, die den Glauben in die eigenen Fähigkeiten und die Technik maßlos überschätzt. Das führt leider – wie auch in anderen Branchen – dazu, dass Dienstleister zwar gut im Anpreisen und Einsacken, nicht aber im Liefern von Qualität sind. Seien Sie als Auftraggeber also gewappnet, diese von jenen zu unterscheiden.

Ein Thema, das mir wichtig ist, sind die Nutzungsrechte. Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass genau definierte Rechte einen immensen Vorteil für meine Kunden bringen (Sie finden dazu viele ausführliche Beiträge in meinem Blog). Rein von der Gesetzeslage her sind sie sogar zwingend notwendig für einen Bildnutzer. Interessanterweise halten sich die Zahlen derjenigen Fotoprofis, die Nutzungsrechte nie, und jenen, die grundsätzlich Lizenzen berechnen, in etwa die Waage. Sie haben also immerhin eine fifty-fifty Chance, einen versierten Profi zu finden, der juristisch saubere Nutzungs-Verträge mit Ihnen schließt. Die Zahlen sagen nichts darüber aus, ob die eine oder die andere Gruppe höhere Summen verlangt – möglicherweise kalkulieren die Fotografen, die keine Nutzungsrechte ausweisen (vermutlich aufgrund von Rechtsunsicherheit, Desinteresse oder Unkenntnis) dennoch die Nutzung „irgendwie“ mit ein und sind am Ende genauso teuer. Das legt eine andere, fast unglaubliche Zahl nahe:

90% der Fotografen gaben an, ihre Preise aus einem Bauchgefühl heraus zu kalkulieren! Wow. Möchten Sie tatsächlich mit „Profis“ arbeiten, die nicht in der Lage sind, eine solide, verlässliche und nachvollziehbare Kalkulation aufzustellen? Wie zuverlässig und reproduzierbar werden dann wohl die Fotos dieser (selbsternannten) Fotografen sein? Ich finde diese Aussage schockierend! Niemand will Fotos, die „aus dem Bauch heraus“ gestaltet und beleuchtet – geschweige denn kalkuliert – sind. Kein Wunder, dass 45% der Befragten meinen, die Zukunft der Fotografie als Beruf sei eher unsicher.

Ich komme nicht umhin, hier mal sehr deutlich für eine rundherum verlässliche, fundiert ausgebildete, professionelle und mit Passion betriebene Fotografie zu plädieren – so wie ich versuche, sie anzubieten. Informieren Sie sich auf meiner Website über meine Bildsprache, die Vorteile von detaillierten Nutzungsrechten und meine transparente Preisstruktur! Und sparen Sie sich das Bauchgefühl für eine Bestellung in Ihrem Lieblingsrestaurant auf 😉